Smartphone-Security im Zeitalter modernster Sensorik

22/01/15

Die wachsende Funktionalität und Gebrauchsvielfalt moderner Kommunikationsmittel wie Smartphone, Tablet oder Notebook hat für einen Quantensprung beim Einsatz von „State-of-the-Art“-Sensorik im Massenmarkt gesorgt. Durch den beschleunigten Fortschritt erkennen Industrie und Nutzer viele Risiken zu spät oder gar nicht.

Waren Mobiltelefone am Beginn ihrer Evolution noch unhandliche Apparate mit geringer Leistungsfähigkeit und eingeschränkter Funktionalität, erlebte die Branche der mobilen Telekommunikation über den Zeitraum der vergangenen 20 Jahre eine technologische Entwicklung, die als beispielhaft gelten darf. Mittlerweile sind Smartphones erhältlich, die von der Rechenleistung so gut wie jedem Supercomputer der 90er haushoch überlegen sind. Standen zu Beginn der technischen Evolution noch einfache Aufgaben wie die eines Taschenrechners, das Schreiben eines Kurztextes (SMS) oder Telefonie im Lastenheft der Hersteller, sind die Geräte zu funktionalen Multitalenten herangereift. Von Navigation über Internetzugriff und Medienwiedergabe bietet ein aktuelles Smartphone so gut wie alle gängigen Features die man vom PC zu Hause schon kannte.

Sensorik gewinnt kontinuierlich an Bedeutung

Um immer neue Bereiche des Alltags zu erobern, müssen die Elektronik und Mechanik der Geräte immer weiter verfeinert werden. So sind diese mittlerweile nicht nur in der Lage, drahtlos zu kommunizieren und z.B. eine dauerhafte Verbindung zu einem geostationären Satelliten aufzubauen, sie können mittlerweile noch viel, viel mehr. Sie messen, erfassen oder haben Zugriff auf verschiedenste Parameter des Nutzers, des Geräts oder der Umwelt. Folgend ein kleiner Auszug aus den aktuellen Möglichkeiten:

  •  Fingerabdrucksensor: wird zum entsperren des Geräts genutzt, speichert aber auch ein individuelles und unverwechselbares biometrisches Merkmal des Nutzers
  • Gyroskop & Bewegungssensor: dieser Sensor bestimmt die Lage des Geräts. Wird es hochkant oder waagrecht gehalten.
  •  Thermometer & Barometer: messen die Umgebungstemperatur und die Luftfeuchtigkeit in der unmittelbaren Umgebung des Geräts.
  •  NFC: steht für „Near Field Communication“ und ist für Funktechnik im Nahbereich zuständig. Wird z. B. beim bargeldlosen Bezahlen und als Autoschlüssel genutzt.
  •  Pulsmesser: mithilfe einer LED und einer Fotodiode misst das Smartphone den Herzschlag.
  •  Stimmerkennung: wird meist zur Sprachsteuerung von Software-Funktionen genutzt.

Die Vielfalt der Möglichkeiten ist unübersehbar – dabei handelt es sich jedoch, wie bereits erwähnt, nur um einen Auszug aus dem Portfolio der mannigfaltigen Errungenschaften aus dem Bereich der Sensorik in der Telekommunikationsbranche. Doch dies ist nur aktuell genutzte und verbaute Technologie. Andere Anwendungsbereiche stecken zwar derzeit noch in den Kinderschuhen, können aber bei momentanem Entwicklungstempo bereits in wenigen Jahren marktreif und günstig zu produzieren sein. Als Beispiele seien hier ein chemisches Spektrometer zur Erkennung von Verschmutzungen, bzw. Messung der Luftqualität genannt oder ein Elektrokardiogramm, bei dem das EKG eines Nutzers aufgezeichnet werden kann.

Mit der Funktionalität steigt auch das Risiko 

Mag es auf den ersten Blick nicht unbedingt offensichtlich sein: mit der Vielfalt an Nutzungsmöglichkeiten steigt auch das Risiko des Missbrauchs durch Dritte. Die schiere Vielfalt an Möglichkeiten macht es leicht, individuelle Muster zu nutzen.

So entdeckte der Forscher Hristo Bojinov von der Stanford-University eine Möglichkeit, Smartphones anhand ihres Beschleunigungssensors eindeutig zu identifizieren. So gut wie jedes moderne Smartphone verfügt über diesen Sensor. Er dient dazu, jederzeit die Lage des Geräts im Kontext zu seinem Umfeld zu erkennen. Beispielsweise, ob das Gerät mit der Rückseite oder dem Display auf dem Tisch liegt. Die Stanford-Forscher haben erkannt, dass die Sensoren dabei, je nach Smartphone, unterschiedliche Werte erfassen. Dieser „Fingerabdruck“ kann zur eindeutigen Identifikation genutzt werden.

Mithilfe eines selbstgeschriebenen Scripts können diese Daten über den Browser an Dritte übertragen werden, die dies bspw. zur Erstellung eines Nutzerprofils verwenden können, um zugeschnittene Werbung zu präsentieren. Eine eher harmlosere Variante dessen, was bei einem Missbrauch geschehen könnte.

Ein schlimmeres Szenario? Bitteschön: Auch Kamera, Mikrofon und Touchscreen gehören zu den Sensoren eines Smartphones. Unerwünschter Zugriff auf diese Daten kann von Gesprächen, Fotos und Videos bis hin zu Tastatureingaben über das Display reichen. In Kombination mit Navigationsdaten können Sie zum gläsernen Bürger werden.

Wer sich nicht vorstellen kann, dass solche Szenarien in der Realität vorkommen können, sei an diverse Strafverfolgungsbehörden, Geheimdienste und militärische Abwehrdienste erinnert. Ein für Otto Normalverbraucher eher weniger relevantes Szenario, zeigt aber die potentiellen Möglichkeiten und Gefahrenquellen auf.

Anerkannte Datenschützer bezeichnen diese Möglichkeiten als „sehr alarmierend“, so Dan Auerbach von der Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation der Tageszeitung San Francisco Chronicle.

Auch Sicherheit und Datenschutz profitieren von moderner Sensorik

Neben Risiken bietet die Entwicklung auf dem Feld der Sensorik aber auch Ansatzpunkte für einen besseren Schutz der Geräte.

So hat die GPS-Funktionalität schon mehr als einem Nutzer sein verlorenes oder gestohlenes Smartphone wieder zurückgebracht und ein Fingerabdrucksensor stellt bei unsachgemäßer Bedienung womöglich ein Sicherheitsrisiko dar – bei korrektem Einsatz aber nutzt er biometrische Merkmale zum Schutz vor unbefugtem Zugriff.

Vor dem Hintergrund der sensiblen persönlichen Daten, die heutzutage auf einem Smartphone gespeichert und mitgeführt werden, ist der Schutz dieser Daten nicht hoch genug einzuschätzen. Unternehmen wie Assurant Solutions nutzen ausgereifte Softwarelösungen und moderne Technologie um den Nutzer vor weiterreichendem Schaden zu schützen.

So unterstützt moderne Sensorik beispielsweise bei der Ermittlung von Schadensursachen bei Smartphones. Handelt es sich tatsächlich um einen Sturz- oder Wasserschaden? Dies gibt dem Verbraucher Sicherheit und den Unternehmen die Möglichkeit, sich vor Betrugsversuchen zu schützen.

Sie ist ebenfalls Grundlage für eine Reihe von Anwendungen, die dem Nutzer in Naher Zukunft zur Verfügung stehen werden. So wird es möglich sein, Selbstdiagnosen durchzuführen und potentiell schädliche Malware o.ä. zu erkennen. Auch wird es Möglichkeiten geben, mithilfe einfacher Tutorials Probleme direkt vor Ort durch den Nutzer lösen zu lassen.

Sicherheitslösungen für mobile Endgeräte als Wachstumsmarkt

Die Möglichkeiten rund um mobile Endgeräte werden in Zukunft noch vielfältiger. Um sich effektiv vor Datenmissbrauch zu schützen, sind Aufklärung und Prävention die besten Methoden.

Assurant Solutions bietet ein breites Portfolio an Produkten und Dienstleistungen rund um das Thema mobile Sicherheit. 

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